Asslord down - Entering SolRo's Tower

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Pally-Kill told by a Pally

Von Leichen gepflastert erreichen wir HoHb und sammeln uns in dem großen Raum. Die Präsenz Mithaniel Marrs knistert durch die Hallen ? mein Gott erwartet uns bereits. Die eine oder andere Seele wird wieder zu Leben erweckt - der mächtige Gott zerquetschte regelrecht eine gehörige Force vor unserem Eintreffen. Und nun erdreisten wir uns ? mit heißen 40 (in Worten: vierzig) mutigen Kampfgenossen zu dem gewaltigen Paladin in den Kampf zu ziehen.

Ein Kätzchen nach dem anderen fällt unseren mächtigen Zaubersprüchen zum Opfer, ein Schwert, eine Axt, ein Pfeil schneiden tiefe Wunden in die verzweifelt verteidigenden Haustiere unseres Gottes. Ermutigt durch das bevorstehende Ziel stürze ich mich auf jeden uns in den Weg sich stellenden Gegner, wissend, dass meine Gefährten über mich wachen.

Endlich ist es soweit, wir beziehen in dem Raum Stellung, die letzten Tierchen werfen sich in ihrer Verzweiflung flurrynd auf uns ? ohne jede Chance. Satrak versucht den Paladin-Gott von seinen schier unzertrennlichen letzten Beschützern zu trennen, während wir uns in Geduld üben. Niemand sagt etwas, es herrscht eine dunkle Ruhe, die Ruhe, die den Sturm ankündigt. Von der anderen Seite des Raumes hören wir das Donnern mächtiger Schritte während sich dieser Blech-Koloss langsam durch den Raum bewegt.

Die Bewacher entfernen sich, während Mithaniel Marr den Tod unseres Monks noch immer nicht recht Glauben schenken möchte. Wir halten den Atem an, der Moment der Entscheidung ist gekommen. Wie durch ein Wunder springt Satrak hoch und eilt so schnell er nur kann quer durch den Raum, wo jeder von uns seine Waffe derart fest hält, sodass die Knöchel bereits ganz weiß und ohne Blut sind

Der überraschte Gott, der sich in diesem Moment vorgeführt vorkommt, brüllt einen Kampfschrei heraus und kommt donnerndem Schritte auf uns zugebraust. Sein gewaltiges Schwert leuchtet zornig in einer blauen Aura auf als es das erste Mal hinabfährt, abgefangen von der Klinge des tapferen Warriors Ulfar, der sich mutig dem Giganten entgegenstellt.

Mit ungeheurerer Wucht prasseln mächtige Hiebe herab, die Clericer und Druiden leisten Übernatürliches, um den bemitleidenswerten Krieger am Leben zu erhalten, während die Wizards, Mages und Necromancers mächtige Schadenszauber wirken und unsere Shamanen verzweifelt versuchen, die Schlag-Frequenz des berserkenden Gottes herabzusetzen.

Nach einem Moment schierer Ohnmacht vor dieser Naturgewalt stehle ich mich an seiner Flanke vorbei, reiße meine Axt nach oben und lass sie mit aller Wucht vornüber kippen, wobei ich mit beiden Armen kräftig ziehend die Aufprallgeschwindigkeit erhöhe ? meine Axt prallt ab. Ein kleiner Kratzer markiert die Stelle, wo ich die Rüstung traf ... dies wird ein langer Kampf.

Wieder und wieder hageln Dutzende Schläge auf den Gott ein, doch nur ein Bruchteil durchdringt wirklich die massive Rüstung, und selbst dann scheint dies Mithaniel Marr nicht mal wahrzunehmen. Dieser seinerseits teilt zwar verlangsamt aber nichts desto trotz gigantische Schlagkombinationen aus, die unsere Heiler in einer höchst disziplinierten Art und Weise instant wieder kurieren. Es scheint, als wäre eine Patt-Situation eingetreten, nur die Zeit kann Aufschluss geben, wer diesen Kampf mit den Schräubchen Ausdauer, Disziplin und Konzentration gewinnen wird.

In diesem Moment blitzt in meinem Augenwinkel ein Kätzchen auf ... Nein, das kann nicht sein, wir haben sie doch alle ....

Ich wirble herum, werfe sofort einen Stun auf das heranstürmende Monster und warne den Raid: 'RESPAWN!'
Im selben Moment gibt Ulfar bekannt, seine schadensreduzierende Disziplin sei eben geschwunden. In meinem Kopf beginnt sich alles zu drehen ? eben erinnerte alles an eine Patt-Stellung, nun nahm das Blatt eine dramatische Wende. Doch wir würden nicht mit 39 Leuten dort aufmarschieren, wenn sich nicht jeder blind auf den Nächsten verlassen kann, und somit lass ich Mithaniel Marr mit unserem Warrior weiterspielen ? da passen schon unsere Healer auf - und widme mich meiner Aufgabe hier und jetzt. Ein Bodyguard nach dem anderen erscheint in der riesigen Halle, erzürnt, über die Dreistheit dieser Handvoll Leute, ihren Herrn und Meister anzugreifen. Losbreschend auf die Eindringlinge zu, getanked durch unsere Add-Tanks, genuked von unseren Castern, gekicked, gepierced und gearrowed durch Monks, Rogues und Rangers, und untergehend im Einklang der Protectors. Als der letzte fällt, wende ich meinen Blick schweißgebadet auf unseren Warrior, der immer noch stoisch eine Explosion nach der anderen mit seinem Schwert oder gar seinem Körper abfangen muss. Doch irgendwie gleicht dieses Bild nicht mehr einer Patt-Situation. Man sieht es in den Gesichtern, in den konzentrierten Blicken, in den disziplinierten Handlungen, in der Aura, die diese Gruppe zusammenhält: An diesem Tag wird Mithaniel Marr fallen.......